Weil Antragssteller persönlich bekannt sind können, erfolgt die Beurteilung der eingehenden Anträge nicht durch den Vorstand der Stiftung, sondern durch ein neutrales, geblindetes Review-Verfahren. Hierdurch sollen positive oder negative Diskriminierungen, die aufgrund persönlicher Kontakte entstehen können, vermieden werden.

 

Der Vorstand beschränkt sich darauf, die Beurteilungen unparteiischer Gutachter zu bestätigen und als Vertreter dieser Bewertungen nach außen gegenüber den Antragstellern aufzutreten. Die Gutachter werden auf der Webseite der Stiftung namentlich vorgestellt. Es wird nicht publik gemacht, welcher Gutachter welches Projekt beurteilt hat. Die Gutachter sind gehalten, der Geschäftsstelle bzw. dem Vorstand der Stiftung mitzuteilen, wenn Ihnen Projekte/Antragssteller bekannt sind, und dann eine Bewertung der eingereichten Skizze abzulehnen.

 

 

 

Das Verfahren im Einzelnen:

  • Zunächst wird durch den Vorstand geprüft, ob die formalen Anforderungen eingehalten wurden. Formale Anforderungen sind:
  1. Einhaltung der Eingabefrist
  2. Vorlage als Word- oder OpenOffice-Dokument
  3. Einhaltung der Umfangsvorgaben (1.500 Worte)
  • Anschließend werden alle eingehenden Bewerbungsskizzen in ein einheitliches Format in Word gebracht und anonymisiert. Alle Hinweise auf Institute, Personen, Träger etc. werden entfernt.
  • Per Losverfahren werden jeder anonymisierten Skizze zwei Gutachter zugeordnet.
  • Jeder Antrag wird von zwei Gutachtern gelesen. Die Gutachter überprüfen zunächst sich selbst, ob sie das Projekt bzw. den Antragssteller (er-)kennen. In diesem Falle erklären sie ihre Befangenheit und geben die Skizze zurück.
  • Die Gutachter prüfen die Qualität der Skizze anhand einer Skala mit fünf Items:
  1. Berücksichtigung ethischer Aspekte
  2. Klarheit und Plausibilität der Methodik
  3. Klarheit der Fragestellung
  4. Relevanz der Fragestellung
  5. Realisierbarkeit des Projekts
  • Die Gutachter erhalten zur Durchführung der Bewertung einen Bewertungsbogen. Pro Item kann ein Score von 0 – 3 vergeben werden. Aus den Bewertungen ergibt sich ein Gesamtscore pro Skizze Je höher der Score, desto besser wird die Studie eingeschätzt. Die maximal erreichbare Punktzahl ist fünfzehn.
  • Die begutachteten Skizzen werden entsprechend der erreichten Punktzahl in ein Ranking gebracht. Die höchstmögliche Punktzahl beträgt 30.

 

 

Die Vergabe der Mittel erfolgt nach den folgenden Grundsätzen:

  1. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden zu gleichen Teilen auf die drei bestbewerteten Projekte verteilt.

  2. Nur Projekte, die in der Bewertung mindestens 24 Punkte (von 30) erreicht haben, sind förderungsfähig. Sollte dies auf weniger als drei Projekte zutreffen, so werden die zur Verfügung stehenden Mittel auf diese Projekte verteilt.